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Ginseng kochen

Ginseng in der Küche

Mit Ginseng zu kochen, ist in der asiatischen Küche alltäglich. Dort kommt die Wurzel vielseitig zum Einsatz: zum Beispiel als Zutat für Suppen oder in Form von Tee. Bei uns erfahren Sie mehr über die exotische Wurzelknolle Ginseng.

Was ist Ginseng?

Der Ginseng ist eine Pflanzenart, die hauptsächlich in den schattigen Gebirgs- und Waldregionen Nordkoreas, Nordost-Chinas und Ostsibiriens wächst. Genauer gesagt handelt es sich beim Ginseng um eine bis zu 60 Zentimeter hohe Staude mit einem Trieb und kurzem Wurzelstock. Ferner trägt die Pflanze rote, beerenartige Steinfrüchte, die jeweils zwei Samen enthalten. Als Nahrungsmittel werden nur die Wurzeln verwendet, die allerdings nur sehr langsam wachsen – mindestens vier Jahre braucht es, bis die Wurzel des Ginsengs geerntet werden kann. Unterschieden wird zwischen Asiatischem, Chinesischem und Koreanischem Ginseng, wobei die koreanische Variante die beliebteste ist. Vom Koreanischen Ginseng gibt es zum einen den Weißen Ginseng, bei dem die Wurzeln nach dem Ernten direkt gebleicht, geschält und getrocknet werden und zum anderen den Roten Ginseng, bei dem die frisch geernteten Wurzeln vor der Trocknung noch bis zu vier Stunden gebrüht werden. Danach zeigen die Wurzeln eine rötliche Färbung.

Wie wird Ginseng in der Küche verwendet?

Ginseng-Wurzeln können roh verzehrt, gedünstet, gekocht, gebraten oder frittiert werden. Weißer Ginseng schmeckt leicht bitter und erinnert mit seiner leichten Lakritz-Note geschmacklich an Süßholz. Roter Ginseng hat dagegen einen strengeren, seifigen Geschmack. Die Wurzeln enthalten Mineralstoffe wie Natrium, Magnesium, Kalium und Kalzium. Des Weiteren ist Ginseng reich an Spurenelementen wie Eisen, Mangan und Zink. In der asiatischen Küche wird er überwiegend in Suppen, Tee, Sirup oder Bonbons verarbeitet. Beliebt ist er aber vor allem als Gemüsebeilage, oder, wie in Korea, als Füllung fürs Hähnchen. Frischer Ginseng ist nach der Ernte übrigens etwa eine Woche lang haltbar. Danach wird die Wurzel aufgrund ihres hohen Feuchtigkeitsgehalts anfällig für Schimmel.

Wo ist Ginseng erhältlich?

Mit Ginseng kochen hat seinen Preis: Früher war der Verzehr von Ginseng daher ausschließlich Kaisern und Königen vorbehalten. Das hat sich mittlerweile natürlich geändert. Eines ist jedoch geblieben: Auch heute noch gilt Ginseng als besonders kostbar. 100 Gramm Weißer Ginseng kosten um die 100 Euro, für 100 Gramm Roten Ginseng sind sogar um die 150 Euro fällig. Die hohen Preise sind auf die geringen Ernteerträge und die lange Reifezeit zurückzuführen. Ginseng ist in Reformhäusern und in asiatischen Lebensmittelgeschäften erhältlich.

Sie möchten auch mit Ginseng kochen? Dann probieren Sie doch mal unser Rezept: Hühnersuppe mit Ginseng.

Hier gibt es ein weiteres Rezept aus Korea: Bulgogi
Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team