Kohlrabi-Zeit – was die deutsche Knolle kann thinkstock
Anders als Kohl

Kohlrabi-Zeit – was die deutsche Knolle kann

Wenn im Mai die Kohlrabisaison beginnt, sind die Knollen in heller oder rötlicher Färbung überall frisch erhältlich. Zwar ist der Kohlrabi, wie sein Name verrät, mit dem Kohlgemüse verwandt. Geschmacklich haben die Knollen allerdings nicht so viel mit Kohl zu tun.

Obwohl auch in anderen Ländern wie Frankreich und Italien erhältlich, wird Kohlrabi als typisch deutsches Gemüse bezeichnet. Ab Mai findet sich das Kohlgemüse aus heimischem Anbau zu günstigen Preisen und frisch auf allen Märkten. Die verschiedenen Sorten und Farben variieren von blassgrün über bläulich bis hin zu violett. Geschmacklich gibt es dabei allerdings keine großen Unterschiede: Der Kohlrabi ist sehr mild, leicht süßlich und nussig, und, verglichen mit anderen Kohlsorten, äußerst bekömmlich. Er gehört zwar zur Kohlfamilie, weist aber nicht den typischen Kohlgeschmack auf.

Vielseitig einsetzbarer Kohlrabi

Kohlrabi lässt sich vielseitig einsetzen und kombinieren: Er harmoniert mit anderen Gemüsesorten wie Kartoffeln, Karotten, Schwarzwurzel oder Fenchel. Als Gewürze für Kohlrabi bieten sich insbesondere Estragon, Muskatnuss, Dill und Petersilie an.

Nicht nur gekocht in Suppen, deftigen Eintöpfen oder als Beilage zu Fisch- oder Fleischgerichten: Wegen seiner guten Bekömmlichkeit ist Kohlrabi auch roh durchaus beliebt. In den Salat geraspelt bietet er eine tolle Abwechslung, in Stifte geschnitten mit einem Dip ist er ein schmackhafter Rohkost-Snack für zwischendurch.

Die Blätter des Kohlrabis sind essbar

Was viele nicht wissen: Die Blätter des Kohlrabi sind ebenfalls genießbar und viel zu schade zum Wegwerfen: Sie enthalten etwa dreimal so viele Vitamine wie die Knolle selbst und sollten definitiv verwendet werden. Man kann sie gehackt über den Salat oder das gegarte Gemüse streuen oder wie Spinat zubereiten. Der Einfachheit halber kann man sie auch kurz blanchieren, mit Salz und Pfeffer würzen und in Butter schwenken.

Gesunde Knolle

Wie viele andere Kohlsorten zeichnet sich der Kohlrabi durch einen hohen Vitamin C-Gehalt aus. Schon 100 Gramm Kohlrabi decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen etwa zur Hälfte. Kohlrabi enthält zudem wertvolle Senföle, die schädliche Bakterien in Magen und Darm abtöten. Durch ihren hohen Ballaststoffgehalt kommt die Verdauung in Schwung. In der Naturheilkunde sagt man dem Kohlrabi nach, dass er eine schützende Wirkung auf Herz und Kreislauf hat.

Kohlrabi zeichnet sich zudem als eine ansehnliche Mineralstoffquelle aus: Neben Calcium, Phosphor, Eisen und Magnesium enthält Kohlrabi B-Vitamine wie B1, B2, Niacin (Vitamin B3), Pantothensäure (Vitamin B5) und Biotin (Vitamin B7). Die Blätter der Kohlrabi sind zudem reich an Carotinoiden, sogenannte Antioxidantien, die den Körper vor freien Radikalen schützen. Zu all den Inhaltsstoffen sind Kohlrabis ausgesprochen kalorienarm: Auf gerade mal 25 Kilokalorien kommen 100 Gramm der Knolle.

Qualität und Lagerung von Kohlrabi

Einen frischen Kohlrabi erkennt man am besten an seinen Blättern. Diese sollten knackig und grün sein. Die Oberfläche der Knolle sollte glatt und nicht aufgeplatzt sein. Nach dem Kauf bleibt ein Kohlrabi im Gemüsefach etwa eine Woche lang frisch.

Wer Kohlrabi gerne roh knabbert, greift am besten zu den kleineren Knollen. Diese sind zarter als die größeren Knollen, die auch mal faserig sein können. Die größeren Knollen eignen sich dann bestens für gefüllte Kohlrabis.

Beim Kochen sollte man darauf achten, den Kohlrabi nicht zu lange zu im Wasser zu lassen: Etwa 15 Minuten reichen, sonst verliert der Kohlrabi schnell seine wertvollen Inhaltsstoffe und seinen knackigen Biss.

Für die Verwendung von Kohlrabi können Sie Ihrer Fantasie dann freien Lauf lassen.

Eine Rezeptidee für sommerlich gefüllte Kohlrabi finden Sie hier.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team