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Welche Salz-Sorten gibt es

Viele Speisen bekommen erst dank Salz ihren guten Geschmack. Außerdem liefert Salz dem Körper lebenswichtige Mineralien. Doch Salz ist nicht gleich Salz. Es gibt Varianten, die im Meer vorkommen, während andere ihren Ursprung unter der Erde haben. Wir klären über die Inhaltsstoffe der verschiedenen Salz-Arten auf.

Allgemein wird zwischen dem Kochsalz (auch Siedesalz genannt), dem Meersalz und dem Steinsalz unterschieden.

Unser „normales“ Salz ist weitläufig unter den Namen Koch-, Speise-oder Tafelsalz bekannt. Durch das Verdampfen des Wasseranteils von Sole wird es gewonnen. Dieses Salz besitzt eine sehr hohe Reinheit.  In der Regel industriell ist das Siedesalz gereinigtes, raffiniertes Kochsalz, aus dem alle wichtigen Mineralien und Spurenelemente ausgewaschen wurden.  Der Natriumchlorid-Anteil (NaCl) beträgt 99,9 Prozent. Außerdem werden Jod und/oder Fluorid zugesetzt.

Unbehandeltes Stein- oder Meersalz hat einen geringfügig niedrigeren Natriumchlorid-Gehalt. Der größte Unterschied zwischen Steinsalz und Kochsalz liegt in der Art der Gewinnung. Denn Steinsalz findet man in den Tiefen der Erde. Heute kann Steinsalz mit Hilfe von Spreng- und Bohrarbeiten abgebaut werden, wodurch oft riesige Salzlagerstätten weit unter der Erde erschlossen werden können.

Meersalz besitzt hohen Anteil an Magnesium und Kalzium

Nach dem Abbau werden die Steinsalzbrocken grob gebrochen und schließlich fein gemahlen. Da sie oft durch Ton oder Anhydrite verschmutzt sind, müssen sie anschließend noch gereinigt werden. Das gereinigte Produkt wird ab und an auch als Speisesalz angeboten, wenngleich es hauptsächlich in der Industrie Verwendung findet.

Meersalz hingegen entsteht durch die Verdunstung von Meerwasser und ist daher die einfachste Form der Salzgewinnung. Zunächst wird das Meerwasser in flache Becken geleitet. Dort wird dann gewartet, bis die Sonne das Wasser verdampft. Meersalz ist am stärksten mit anderen Stoffen belastet, weist dafür aber einen hohen Anteil wichtiger Mineralien wie Magnesium und Kalzium auf.

Durch einen mehrstufigen Wasch- und Kristallisierungsprozess wird ein Teil des gewonnenen Meersalzes gereinigt. Naturbelassenes Meersalz ist für das Kochen gut geeignet, da es aufgrund seiner Zusammensetzung weitere geschmackliche Komponenten mitbringt.

Die bekannteste Salz-Arten im Überblick   

Fleur de Sel:
Die auch „Salzblume“ genannte Salzvariante wird in reiner Handarbeit gewonnen und ist eine der teuersten Salz-Sorten der Welt. Ein Kilo des Salzes kostet über 40 Euro. Dennoch besitzt es wie die meisten Salz-Arten einen NaCl-Gehalt von 97%.Das Meersalz wird auch als „Königin der Salze“ bezeichnet, da es weicher, frischer und auch weniger salzig schmeckt. Es besitzt eine hohe Restfeuchte und entsteht nur an sehr heißen und windstillen Tagen, indem es sich an der Wasseroberfläche als dünne Schicht absetzt und von dort abgeschöpft wird.

Inka Salz:
Inka Salz wird von Hand in den Hochebenen der Anden gewonnen. In der reinen Höhenluft über 3000 Metern wird in der Nähe von Machu Picchu aus Jahrtausenden alten Salzbecken das Inka-Salz geerntet. Das Inka Salz ist ein hochwertiges Quellsalz, von hoher Reinheit und besitzt eine ähnliche Salzstruktur wie das französische Fleur de Sel. Das Inka Salz eignet sich gut zum Nachwürzen von Speisen.

Himalaya-Salz:
Das Salz kommt oft aus pakistanischen Bergwerken im Himalaya-Gebiet und wird häufig als „Ursalz“ bezeichnet. Dies liegt in seinen Ursprung aus urzeitlichen Weltmeeren, die sich vor etlichen Millionen in der Region befunden haben.  Esoteriker sind der Ansicht, dass das weiß-rötliche Salz Heilkräfte besitzt und nicht „giftig“ ist. DGE-Experten weisen jedoch darauf hin, dass es sich mit einem NaCl-Gehalt von 97% kaum von anderem Tafelsalz unterscheidet, die ebenfalls nicht giftig sind.

Rotes Hawaii-Salz:
Seine außergewöhnliche Farbe erhält das Salz durch die Zugabe roter Tonerde, die den Geschmack auch nussig machen soll. Hawaii-Salz ist ideal für Marinaden, Grillgut und zum Garnieren. Wie der Name verrät, findet man es im Pazifik vor Hawaii. Das Salz zeichnet sich durch ein feines Aroma und einem zarten Schmelz aus.

Bambussalz:
Dies ist ein aus Korea stammendes, in Bambusrohren gebranntes, Meersalz. Das gebrannte Salz besitzt einen sehr hohen Mineralstoffanteil. Aufgrund seines extrem salzigen Geschmacks eignet es sich speziell für asiatische Gerichte und rohem Gemüse. Da sich der ph-Wert des Salzes zwischen 9 und 12 bewegt, wird ihm noch ein weiteres Talent nachgesagt. So soll das Bambus-Salz die Säuren-Basen-Balance in einem übersäuerten Körper wiederherstellen können.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team