Was tun gegen Silberfische in der Küche thinkstockphotos.de

Was tun gegen Silberfische in der Küche

Auch wenn Silberfische nicht beißen oder stechen und auch keine Krankheiten übertragen können, sind sie für viele Menschen ein Grund sich zu ekeln. Silberfische sind allerdings besser als ihr Ruf.

Silberfische ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Lepisma saccharina oder übersetzt auch Zuckergast. Diesen Namen haben die Silberfische aufgrund ihrer Vorliebe für stärkehaltige Substanzen. Und Stärke besteht wie Zucker aus Kohlehydraten. Da diese Produkte besonders oft in der Küche zu finden sind, sind sie hier häufige Gäste. Allerdings sind sie sehr lichtscheu und verstecken sich gerne in Ritzen und Spalten. Daher findet man sie zunächst in den Räumen, die man selten oder nur kurz benutzt. Der Vorratskeller oder das Bad sind die Orte, an denen man die Zuckergäste als erstes findet. Doch wenn man nichts gegen die Silberfische unternimmt, wird man sie auch schon bald in der Küche zu Gesicht bekommen.

Die meisten Leute ekeln sich vor den rund 1cm langen, stromlinienförmigen Insekten. Dabei sollten sie sich lieber vor den Räumen ekeln, in denen man sie zu Gesicht bekommt. Denn Silberfische übertragen keine Krankheiten und sind auch nicht giftig, man findet sie aber bevorzugt an Orten, an denen die Hygiene etwas zu wünschen übrig lässt. Am wohlsten fühlen sie sich in feuchtwarmem Klima, weshalb man sie besonders häufig im Badezimmer zu Gesicht bekommt. Allerdings müssen Silberfische kein konkreter Hinweis darauf sein, dass man zu selten den Wischmop schwingt.

Nahrung der Silberfische

Zu ihrer bevorzugten Nahrung zählen neben stärkehaltigen Lebensmitteln auch Hautschuppen, Haare und Hausstaubmilben. Auch Stoffe aus Baumwolle, Leinen, Seide oder auch Kunstfaser werden nicht verschmäht. Zu unserem großen Ärger können sogar Fotos und Papier Opfer von gefräßigen Silberfischen werden. Deswegen fürchten sich vor allem Bibliotheken und Antiquariate vor den Insekten. All das macht Silberfische zu Schädlingen. Aber sie haben auch ihre guten Seiten. Denn die Zuckergäste fressen auch tote Insekten und die eigene abgestreifte Haut. Des weiteren zählen auch Schimmelpilze und Hausstaubmilben zur Nahrung. Das macht Silberfische zu einem nützlichen kleinen Helfer, auch wenn das nur die wenigsten wissen.

Sind Silberfische nützlich oder schädlich?

Schädlich sind Silberfische nicht. Sie sind eher ein Warnsignal, das auf Schimmel oder zu hohe Feuchtigkeit hindeutet. Auch kann man Baumängel wie feuchte Ecken daran erkennen, dass sie besonders gerne von Silberfischen bewohnt werden. Da die Insekten die Schimmelpilze fressen und auch allergieauslösende Hausstaubmilben verzehren, könnte man sie sogar eher als Nützlinge betrachten. Aus hygienischer Sicht müsste man zumindest nichts gegen die Silberfischchen unternehmen.

Fischbekämpfung

Will man die Silberfische trotzdem loswerden, gibt es verschiedene Methoden. Zunächst einmal geht es darum, den Tieren ihre Nahrungsquelle zu entziehen. Das heißt, öfter den Besen schwingen und die Zimmer am besten täglich nass wischen. Dass man in der Küche keine Lebensmittel offen herumstehen lässt, versteht sich von selber. Da sie eine hohe Luftfeuchtigkeit lieben (80-90%) kann man mit regelmäßigem Lüften das Klima so verändern, dass sich die Insekten nicht mehr willkommen fühlen. Ob Fressfallen dagegen den gewünschten Effekt haben oder eher andere Insekten wie Ameisen oder Fruchtfliegen anlocken, muss jeder selber ausprobieren. Hier kann man eine gekochte Kartoffel oder Nudeln in eine offene Plastiktüte legen und muss am nächsten Morgen nur die Tüte mitsamt ihrem Inhalt entsorgen.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team