Besuch auf dem KräuterGut - So geht Bio heute! Derk Hoberg
Essen und Trinken

Besuch auf dem KräuterGut - So geht Bio heute!

Exemplarisch für den Siegeszug von Bioprodukten steht das Bioland KräuterGut. Nachdem sich der Betrieb 1988 auf Kräuter spezialisiert hat, werden dort die Kräutertöpfe nun schon seit 1995 nach biologischen Richtlinien hergestellt. Mittlerweile wurde das Unternehmen schon mehrfach für seine Arbeit ausgezeichnet. worlds of food wollte wissen, wie es in einem Bio-Betrieb eigentlich zugeht und stattete dem KräuterGut einen Besuch ab.

250 verschiedene Arten von Heil- und Gewürzkräutern, mehrere Millionen verkaufte Kräutertöpfe pro Jahr – das sind die beeindruckenden Zahlen, mit denen das Bioland KräuterGut aufwartet. Falls Sie sich schon einmal gefragt haben, wo all die Kräutertöpfe herkommen, die im Supermarkt feil geboten werden, und vor allen Dingen wie diese eingepflanzt werden – hier auf dem KräuterGut im Nürnberger Stadtteil Kraftshof findet man die Antwort.

Tanja Dworschak-Fleischmann, Inhaberin und Geschäftsführerin des KräuterGuts, stellte den Betrieb ihrer Eltern erfolgreich auf biologischen Landbau um, nachdem man sich zuvor schon auf die Produktion von Kräutern spezialisiert hatte. Die Umstellung auf Bio brachte auch den wirtschaftlichen Durchbruch des Unternehmens mit sich, das somit aus der Not eine Tugend machte. 1995 trat man schließlich dem Verband Bioland bei, nach dessen strengen Richtlinien seither produziert wird.

Bio und High Tech – Alles andere als ein Widerspruch

Nach und nach hielt neben den biologischen Produktionsprinzipien auch eine zunehmende Technisierung des Betriebes Einzug, hauptsächlich um Ressourcen zu sparen. So wird das Dachwasser gesammelt und auch übrig gebliebenes Gießwasser wiederaufbereitet. Ein sogenanntes Ebbe- und Flutsystem sorgt für die sparsame Bewässerung der Pflanzen. Die Pflanzen werden dabei auf den Kulturtischen jeweils kurz von unten her geflutet. Das abfließende Wasser wird anschließend wieder vollständig aufgefangen, sodass es zu keinerlei Verschwendung kommt.

Man spart zusätzlich Energie, indem man nachts den „Energieschirm“ schließt. So wird die größte Glasfläche der Gewächshäuser, das Dach, über das auch die meiste Energie verloren geht, gegenüber der Kälte abgeschirmt. Die Produktion der Kräuter selbst verläuft von der Einsaat bis zur Auslieferung komplett computergesteuert, sodass auch hier immer gleich gute Ergebnisse, bei größtmöglicher Ressourcenschonung, garantiert sind.

worlds of food auf dem Bioland Kräutergut

Regelmäßig wird der Betrieb vom BioLand-Verband kontrolliert, und selbstverständlich werden in der Produktion ausschließlich pflanzliche und tierische Produkte verwendet, sowohl als Düngemittel, als auch bei der Schädlingsbekämpfung. Auch diese Mittel sind natürlich aus biologischer Produktion. Mehr dazu in unserem Videobericht vom KräuterGut, in dem Tanja Dworschak ihren, in jeglicher Hinsicht nachhaltigen, Betrieb vorstellt:

Nicht nur die Großkunden des KräuterGuts honorieren die gute Arbeit des Unternehmens. Zahlreiche Auszeichnungen hat der nachhaltig produzierende Betrieb, der sich im sozialen Bereich durch die flexible Auswahl der Mitarbeiter engagiert, mittlerweile schon erworben. Erst vor Kurzem wurde dem Kräuterhof der „Förderpreis Ökologischer Landbau 2011“ von Bundesministerin Ilse Aigner verliehen. 2009 wurde der Betrieb mit dem Titel „Bio-Unternehmen des Jahres“ ausgezeichnet und Betriebsleiterin Tanja Dworschak selbst wurde 2006 zur „Bäuerin als Unternehmerin des Jahres“ gewählt. Das Bioland KräuterGut, ein wohl in jeder Hinsicht vorbildlicher Betrieb.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team