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Gesundes Unkraut

Wilde würzige Wiesenkräuter

Oft werden Wiesenkräuter fälschlicherweise als Unkraut deklariert und sind so manchem Hobbygärtner ein Dorn im Auge. Zu Unrecht: Wiesenkräuter sind würzig, sehr gesund, und können sich als wahre Delikatesse entpuppen. In der Heilkunde werden sie gegen verschiedene Beschwerden eingesetzt.

Sie wachsen im Wald, am Wiesen- und am Wegesrand. Manchmal sogar im eigenen Garten: Wildkräuter. Wenn man sich ein bisschen mit den verschiedenen Kräutern auskennt, macht das Sammeln richtig Spaß.

Verwendung in der Küche

Wiesenkräuter geben besonders Salaten, aber auch Kräuterpestos, Suppen, selbstgemachten Gewürzmischungen und Smoothies ein ganz neues Aroma, das nicht in herkömmlichen Supermärkten zu kaufen ist.

Am besten sind die Wiesenkräuter, wenn sie frisch verarbeitet werden. Wenn Sie nicht gleich zur Verarbeitung Ihres Sammelguts kommen, lassen sich die Wiesenkräuter auch in einer verschlossenen Plastiktüte ein bis zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Wiesenkräuter können zur Verarbeitung zu Tee oder Gewürzmischungen getrocknet werden: Dies geschieht am besten an einem luftigen, schattigen Ort. Die getrockneten Wildkräuter dürfen keinesfalls dunkel werden, sondern sollten erkennbar grün bleiben. Das Einlegen in Essig oder Öl ist eine weitere Möglichkeit: So hat man noch etwas von der Würze, wenn die Saison vorbei ist.

In der kalten Küche sind die Wiesenkräuter am besten aufgehoben, da so die Aromen und die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Mit Wiesenkräutern lässt sich hervorragend experimentieren, zum Beispiel als Kräuterfrischkäse oder Kräuterbutter.

In Suppen geben Wiesenkräuter eine besondere Würze. Sie sollten aber möglichst erst am Ende hinzugefügt werden. Hitzeunempfindlich sind hingegen Brennnessel und Giersch, sie können auch zu spinatähnlichem Gemüse zubereitet werden.

Wiesenkräuter: Gesünder als Gemüse

Wiesenkräuter sind nicht nur herrlich aromatisch und würzig: Sie sind zudem reich an wertvollen Vital- und Mineralstoffen und übertreffen unser herkömmliches Gemüse oft um ein Vielfaches.

Ein Beispiel: Ein Kopfsalat steht im Vergleich mit Gänseblümchen wirklich schwach da: 100 Gramm Kopfsalat enthalten etwa 224 mg Kalium, während die gleiche Menge Gänseblümchen mit 600 mg die dreifache Menge enthält. Auf 100 Gramm Kopfsalat kommen etwa 37 mg Calcium – hier punktet das Gänseblümchen mit 190 mg fast mit der fünffachen Menge. Der Eisengehalt von 100 Gramm Kopfsalat liegt bei 1,1 mg, Brennnesseln enthalten bei der gleichen Menge 7,8 mg.

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Wiesenkräuter als Heilmittel

Wiesenkräuter erweisen sich in der Heilkunde als natürliche Helfer bei verschiedenen Beschwerden. Sie können ohne großen Aufwand zu Tee oder Tinkturen verarbeitet werden. Hier nur eine kleine Auswahl – denn die verschiedenen Kräuter und ihre Wirkungen sind schier unerschöpflich:

Bereits im Mittelalter wurde die Brennnessel von Medizinern verwendet und noch heute schätzt man sie mit ihrer entzündungshemmenden und schmerzlindernden Wirkung als Heilkraut. Der Brennnesseltee hilft vor allem bei Verdauungsproblemen.

Huflattich wird in der Heilkunde als wirkungsvolles Mittel gegen Atemwegserkrankungen genutzt. Als Tee aufgekocht wirkt er schleimlösend bei Husten und Bronchitis.

Ein Tee aus Gänseblümchen regt den Appetit und den Stoffwechsel an. In der äußeren Anwendung wird das zerdrückte Kraut auf Wunden und Quetschungen aufgetragen, auch bei Hautproblemen soll das Gänseblümchen Abhilfe schaffen.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team