Kerbel – Anisartiger Soßenfreund thinkstockphotos.de
Aus dem Kräutergarten

Kerbel – Anisartiger Soßenfreund

Egal ob frisch oder getrocknet, wer zum Würzen Kerbel verwendet, macht vieles richtig. Wir stellen das würzige Multitalent einmal näher vor.

Ab März kann man beim Gewürzhändler seines Vertrauens wieder frischen Kerbel bekommen. Das Kraut, das auch Gartenkerbel, Suppenkraut oder Körbel genannt wird, kann dann bis Ende August frisch vom Feld in unsere Küche gelangen. Es lohnt sich, den Kerbel frisch zu verwenden. Denn wenn er getrocknet oder eingefroren wird, verlieren die Blätter an Aroma und Festigkeit. Man kann Kerbel zwar auch mit Öl, Essig und Salz einlegen, doch am besten schmeckt Kerbel immer noch frisch. Am besten umwickeln Sie den frischen Kerbel mit einem feuchten Tuch, dann hält er sich im Kühlschrank einige Tage frisch.

Beim Dill handelt es sich im ein feinfiedriges Doldengewächs, das eng mit der Petersilie und der Möhre verwandt ist. Ursprünglich stammt es aus Südosteuropa, Westasien und Südrussland. Heute kann man Kerbel aber in ganz Europa, in Nord- und Südamerika finden. Verwendet werden die Blätter, die allerdings schon vor der Blüte der einjährigen Pflanzen gepflückt werden müssen. Beginnt der Kerbel erst einmal zu blühen, verlieren die Blätter ihr Aroma. Dies erinnert an eine Mischung aus Petersilie und Anis, wobei der Anisgeschmack etwas dominiert. Vor allem die Kerne duften nach Anis. Sie können ebenso wie die geschlossene Blütendolde sowie der Stängel mitgegessen werden.

Verwendung in der Küche

Kerbel macht sich besonders gut in cremigen, sahnigen Soßen. Er gehört daher auch zu den sieben Kräutern in der klassischen Frankfurter Grünen Soße. Gemeinsam mit Schnittlauch, Petersilie und Estragon gehört der Kerbel zu der traditionellen Kräutermischung „Fine Herbs“. Er macht sich auch gut im Kräuterquark oder im Salat. Da Kerbel zu den ersten Kräutern gehört, die im Jahr geerntet werden können, ist er auch eine wichtige Zutat für viele Gerichte, die traditionell zu Gründonnerstag oder Ostern zubereitet werden.

Außerdem hat Kerbel die Eigenschaft, den Geschmack anderer Kräuter zu verstärken. Nur mit Basilikum und Thymian sollte man ihn nicht gemeinsam verwenden. Wichtig ist, Kerbel erst kurz vor dem Ende beim Kochen hinzu zu geben, da er durch Kochen ebenso schnell an Geschmack verliert, wie wenn man ihn trocknet. Noch besser ist es, den Kerbel klein hacken und frisch über das Gericht streuen.

Heilkraut Kerbel

Kerbel ist reich an Eiweiß, Kalzium, Eisen und Vitamin C. Das macht ihn sehr gesund und stärkt die Immunabwehr. Aus Kerbel kann man außerdem ein ätherisches Öl gewinnen, das blutreinigend, entwässernd wirkt und die Verdauung anregt. Zudem soll es schweißtreibend, schleimlösend wirken und auch bei Kopfschmerzen und Schlafstörungen helfen.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team