Schnittlauch – genügsames Multitalent thinkstockphotos.de
Aus dem Kräutergarten

Schnittlauch – genügsames Multitalent

Eine Pflanze, die in keinem Kräutergarten fehlen darf ist der Schnittlauch. Der schmeckt nicht nur gut in der Suppe oder auf dem Butterbrot, sondern hat auch unbekannte Heilkräfte.

Schon im frühen Mittelalter wussten die Menschen den Geschmack von Schnittlauch zu schätzen. Angeblich bauten die Chinesen schon vor 3.000 Jahren Schnittlauch zum Verzehr an. Das kann man zwar nur noch schwer beweisen, an Beliebtheit hat der grüne Hohlstengel aber bis heute nichts eingebüßt.

Schnittlauch (auch Schnittling, Graslauch oder Jakobszwiebel) gehört zu der Familie der Lauche. Sein Ursprung ist bis dato unbekannt. Einige glauben, dass er aus Asien oder Kleinasien stammt, andere gehen davon aus, dass er seine Wurzeln im Alpenraum hat. Tatsache ist, dass der Schnittlauch sehr anspruchslos ist und nahezu überall wächst, sogar bis zu einer Höhe von 2.600m nN. Schnittlauch wächst am besten auf lockeren, nährstoffreichen und feuchten Böden, deshalb trifft man ihn in freier Wildbahn häufig an Flussläufen und auf Schlamm- und Kiesbänken.

Der Schnittlauch wird bis zu 50cm hoch und bildet aus einer kleinen, dünnhäutigen Zwiebel ein oder zwei große, dunkelgrüne, röhrenfärmige Lauchblätter, die einen Durchmesser zwischen 2 bis 6mm erreichen. Da die Zwiebeln oft dicht beieinander liegen, findet man meistens ganze Schnittlauch-Wälder, wo viele Blätter dicht aneinander stehen.

Schnittlauch - Einsatz in der Küche

Der Schnittlauch bildet auch eine Blüte aus, allerdings werden in der Küche fast nur die Lauchblätter verwendet, die in kleine Ringe geschnitten vor allem in der Suppe verwendet werden. Allerdings können auch die Blüten, beispielsweise im Salat, verzehrt werden. Im südlichen Raum, in Bayern und Österreich, erfreut sich auch das Schnittlauchbrot großer Beliebtheit. Auch findet man kaum einen Salat oder Kräuterquark ohne Schnittling. Schnittlauch gibt es auch tiefgefroren oder getrocknet. Am besten schmeckt er aber, wenn man ihn frisch erntet. Man kann ihn selber anbauen, in vielen Supermärkten gibt es aber auch Kräutertöpfe, bei denen man den Schnittlauch nur noch ernten muss.

Mehr als nur ein Kraut

Wie jedem Kraut werden auch dem Schnittlauch verschiedene Heilwirkungen zugesagt. So soll er Appetitlosigkeit beheben, Blähungen lindern, Darmentzündungen kurieren und auch Gicht Husten und Magenentzündungen besänftigen. Weiter soll er den Blutdruck senken, blutreinigend, harntreibend und schleimlösend wirken. Und wenn schon die alten Chinesen Schnittlauch angebaut haben, muss an diesen Gerüchten ja auch etwas dran sein.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team