Piment – nicht nur ein typisches Weihnachtsgewürz thinkstockphotos.de
Der letzte Schliff aus Jamaika

Piment – nicht nur ein typisches Weihnachtsgewürz

Die Weihnachtszeit ist auch die Zeit der Gewürze. Neben Zimt und Nelken riechen und schmecken viele Gerichte auch nach Piment. Das Gewürz kann aber noch viel mehr, als nur Weihnachtsgebäck zu verfeinern.

Ohne Piment wären viele Leckereien zur Weihnachtszeit nicht das, was sie sind. Piment verfeinert unter anderem Bratäpfel, Printen, Lebkuchen und Spekulatius. Aber nicht nur zu Weihnachten kann man Piment in der Küche beim Kochen und Braten verwenden. Mit dem aromatischen Gewürz kann man vielen weiteren Gerichten den letzten Schliff geben. Piment passt zu Fisch, Suppen und Wildgerichten ebenso gut wie zu Pflaumenkuchen, Früchtebrot, Fruchtdesserts und Hackfleisch. Und gerade jetzt in der Glühweinzeit, kann man mit einer Prise Piment dem heißen Wein eine zusätzliche, schmackhafte Note verleihen. Auch bei der Herstellung von vielen Wurstsorten und Pasteten wird Piment verwendet.

Was ist Piment

Bei so einem breiten Einsatzgebiet ist es eigentlich kaum zu glauben, dass das Gewürz nicht jedem bekannt ist. Verständlicher ist eher, dass Piment oft auch als „Allgewürz“ bezeichnet wird. Schließlich passt es zu fast allen Gerichten. Vom Geschmack her erinnert Piment an eine Mischung aus Nelken, Muskat, Zimt und Pfeffer, das perfekte Weihnachtsgewürz also.

Piment wird aus den Beeren des immergrünen Nelkenpfefferbaums gewonnen. Der Baum zählt zu den Myrtengewächsen und stammt aus der Karibik und von den Antillen. Das meiste Piment, das in deutschen Küchen verwendet wird, stammt aus Jamaika. Die getrockneten Beeren, aus denen das Gewürz gewonnen wird, sind dunkelbraun, runzlig und erinnern nicht nur vom Aussehen her an Pfefferkörner. Auch der Name „Piment“ stammt von dem Spanischen „pimienta“ für Pfeffer. Beim Ernten sind die Körner noch grün und unreif. Das ist aber gewollt, denn bis zur endgültigen Reife verlieren die Körner deutlich an Aroma.

Piment in der Küche

Sie können Piment entweder als Pulver oder als komplette Beere einsetzen. Im Handel gibt es die Beeren entweder fertig gemahlen, am Stück und getrocknet oder noch in ihrer grünen Rohform. Um das volle Piment-Aroma zu erhalten, kaufen Sie am besten ganze Beeren und zerstoßen bzw. mahlen Sie diese erst unmittelbar vor der Verwendung. So behalten die Beeren ihr unverwechselbares Aroma. Lagern Sie die Beeren an einem kühlen und trockenen Ort und verpacken Sie diese Luftdicht, damit nichts an Geschmack verloren geht. Dann sind sie mehrere Monate haltbar.

Gesundes Piment

Wie viele andere Gewürze enthält auch Piment einige wertvolle Aromastoffe und ätherische Öle. Diese helfen der Verdauung und lindern Blähungen. Bei Stress und Nervosität kann Piment für entspannende Ruhe sorgen. Ob der Schnaps, in den Pimentöl hinzugefügt wird, dies ebenso kann, muss jeder für sich selber herausfinden.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team