Köche à la Carte – Heute: Mirko Reeh Mirko Reeh

Köche à la Carte – Heute: Mirko Reeh

Lernen Sie mit worlds of food die Spitzenköche besser kennen! Heute: Mirko Reeh. Der 35-Jährige betreibt Kochschulen in Frankfurt, auf Ibiza und Mallorca. Neben den zahlreichen Kochbüchern, die er veröffentlichte, ist er seit 2005 als Fernsehkoch auf den Bildschirmen unterwegs, unter anderem bei RTL, dem Hessischen Rundfunk und TV Gusto. Nicht alltäglich für einen Koch ist sicherlich seine Sprechrolle in einem TKKG-Hörspiel, die er 2008 übernahm. Im Interview mit worlds of food verrät er, warum er Koch geworden ist und wofür er schwach wird. Allerdings hätten wir den Hessen anstelle von „Wein oder Bier“ vielleicht lieber „Äppelwoi oder Bier?“ fragen sollen...

1.    Warum sind Sie Koch geworden?
Ich liebe es, Essen kreativ zuzubereiten. Nur allzu gerne zeige ich, dass man mit einfachen
Produkten ganz tolle Ergebnisse erzielen kann. Außerdem bin ich gerne unter Leuten. Und wo trifft man sich immer bei jeder Party - in der Küche, ist doch klar.

2.    Ihr größtes Talent ist…
Auf den Punkt gebracht: Kulinarisch meine Gäste zu verwöhnen und sie dabei bestens zu unterhalten.

3.    Was ist Ihre größte Versuchung?
Nudeln! Leider, da ich jetzt eine ganze Menge abgenommen habe, stehen die erst mal nicht mehr so oft auf dem Speiseplan.

4.    Was war die bisher schwerste Aufgabe am Herd?
Ich musste mal ein fleischloses, glutenfreies Menü für eine Gala kreieren. Es durften auch keine Milch- und Ei-Produkte drin sein. Das war nicht so einfach, damit habe ich mich echt schwer getan.

5.    Welches ist Ihr Lieblingsgericht?
Es ist ein Nudelgericht, Spaghetti a lemon. Das liebe ich, weil es so einfach zu kochen ist, so herrlich frisch schmeckt und so richtig gut ist.

6.    Welches ist kulinarisch gesehen Ihr Lieblingsland?
Diese Frage kann ich gar nicht beantworten, denn ich reise viel und erlebe so viele kulinarische Highlights auf dieser schönen Welt. Nein, diese Frage kann ich beim besten Willen nicht beantworten.

7.    Welches war Ihr bisher ausgefallenstes Gericht?
Ich musste mal für eine Reportage mit Maden, Heuschrecken und Käfern arbeiten. Das war spannend und ekelig zu gleich. Ich habe nichts davon gegessen.

8.    Ihre bisher größte „Kochkatastrophe“?
Mein allererster Kochkurs war die Katastrophe hoch 10. Es sollte Ente geben mit Rotkohl und Klößen. Die gefrorenen Entenkeulchen waren, als ich sie aus dem Ofen holte, ziemlich zäh. Die Klöße lösten sich im Wasser auf und das Rotkraut war verbrannt. Das war richtig schlimm.

9.    Haben Sie kochende Vorbilder?
Dieter Müller ist vorbildlich. Er arbeitet ruhig, konzentriert und immer auf den Punkt. Und er hat’s nicht nötig, Rummel um sich zu machen. Das passt auch gar nicht zu ihm. Er ist viel zu bescheiden. Ein toller Kollege.

10.    Welche historische oder aktuelle Persönlichkeit würden Sie gerne kennenlernen und warum?
Ich würde sehr gerne mal für Obama kochen und ihn kennenlernen. Ich finde ihn als Menscheinfach interessant. Ganz egal ob er Präsident ist oder nicht.

11.     Wein oder Bier?
Beides! Es kommt immer auf den Anlass und die korrespondierenden Speisen an. Und einfach so mal ein Bierchen zischen, das kann doch keine Sünde sein.

12.    Bleibt Ihnen Zeit für Hobbys?
Ich habe meinen Beruf zum Hobby gemacht. Es macht mich glücklich, als Botschafter des guten Geschmacks auf Reisen sein zu dürfen und täglich Neues dazu zu lernen.

13.    Kochen Sie auch in den eigenen vier Wänden?
Zu hause koche ich nicht mehr. Ehrlich gesagt, ich habe zurzeit nicht einmal eine Küche.

14.    Welche Bedeutung messen Sie Sternen oder Hauben bei?
Es ist eine hohe Auszeichnung, einen Stern oder Hauben zu bekommen. Wer das schafft, vor dem habe ich großen Respekt.

15.    Wie stehen Sie zu Kochsendungen im Fernsehen?
Ich liebe Kochsendungen, einige begleite ich ja in Deutschland und mittlerweile auch im englischsprachigen Raum in Europa.

16.    Regionale oder internationale Küche?
Ich finde es ganz großartig, beide Küchen zu verbinden.

17.    Wer war der wichtigste Gast für den Sie gekocht haben?
Hier in Deutschland war das unsere Kanzlerin Angela Merkel. Sie hat sich bei mir auf diversen Veranstaltungen immer persönlich bedankt. Das hat Stil. Weltweit gesehen, habe ich für viele Staatsmänner und -frauen gekocht. Alle haben immer einen besonderen Eindruck bei mir hinterlassen.

18.    Wer gut essen will, zahlt häufig eine Menge Geld dafür. Aber muss Sterneküche wirklich teuer sein?
In der Sterneküche wird ein riesengroßer Aufwand betrieben, doch man sieht nur, was man weiß. Daher müssen sich die Preise abheben. Ich finde es insgesamt betrachtet absolut richtig, wenn für besonderen Service eine besondere Leistung mehr gezahlt werden muss.

19.    Wie stehen Sie zu Fastfood á la Currywurst, Pommes, Döner und Co?
Warum nicht, ich esse sehr gerne mal zwischendurch ne Currywurst. Aber ganz wichtig: Das Produkt muss gut sein.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team