Köche à la carte: Christian Henze Christian Henze

Köche à la carte: Christian Henze

Lernen Sie mit worlds of food die Spitzenköche besser kennen! Heute: Christian Henze. Der gebürtige Füssener hält schon seit über zehn Jahren seinen Michelin-Stern. Wie aus einem Chemie-Studenten ein Koch wurde, wen Henze gerne einmal treffen würde und warum Geschmack Exklusivität schlägt, erfahren Sie im Interview.

1.    Warum sind Sie Koch geworden?

Mit einem Chemie-Studium hat es nicht geklappt. Das Kochen war die Alternative, denn auch da mischt man verschiedene Dinge zusammen und schaut was dabei herauskommt.

2.    Ihr größtes Talent ist…

… die Fähigkeit, Gänsehaut zu bekommen. Emotionen zu geben und zu fühlen.

3.    Welche Herausforderung stellt sich Ihnen beim Kochen?

Aus den einfachsten Zutaten etwas außergewöhnlich Gutes zu generieren. Denn Geschmack wird viel zu oft kompliziert dargelegt. Unter dem Strich muss es schmecken!

4.    Was war die bisher schwerste Aufgabe am Herd?

Den Stern über 10 Jahre hinweg zu verteidigen.

5.    Welches ist Ihr Lieblingsgericht?

Mamas Spaghetti

6.    Welches ist kulinarisch gesehen Ihr Lieblingsland?

Italien oder Spanien

7.    Welches war Ihr bisher ausgefallenstes Gericht?

Im Rahmen einer Australien-Aktion in Deutschland habe ich für 400 Journalisten Krokodil, Känguru und Schlange gekocht.

8.    Ihre bisher größte „Kochkatastrophe“?

In einer Live-Kochsendung habe ich ein Ciabatta verbrennen lassen, sodass mir beim Öffnen des Backofens lodernde Flammen entgegengeschlagen sind. Mein Kommentar dazu: Ooops… ein bisschen dunkel.

9.    Haben Sie kochende Vorbilder?

Mein erster Küchenchef in einem Sternerestaurant, der sehr einfach und gut gekocht hat und von dem ich viel lernen konnte.

10.    Welche historische oder aktuelle Persönlichkeit würden Sie gerne kennenlernen und warum?

Georg Clooney, weil er sehr cool ist.

11.    Wein oder Bier?

Wein

12.    Bleibt Ihnen Zeit für Hobbies?

Drei Mal pro Woche gehe ich Laufen oder mache Fitness.

13.    Haben Sie eine Lebensphilosophie?

Enjoy your life – Genieße dein Leben

14.    Kochen Sie auch in den eigenen vier Wänden?

Durch die vielen Termine im Jahr komme ich leider wenig dazu. Wenn die Zeit da ist, koche ich gerne auch in den eigenen vier Wänden und ich grille außerdem sehr gerne.

15.    Welche Bedeutung messen Sie Sternen oder Hauben bei?

Für die Bekanntheit sehr wichtig. Ansonsten ist das Wichtigste unglaublich gut zu kochen, besser als andere. Das ist für mich Exklusivität. Ich sage gerne: Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.

16.    Wie stehen Sie zu Kochsendungen im Fernsehen?

Da ich selbst zweieinhalb Tausend Kochsendungen gemacht habe, sehr positiv. Schade ist nur, dass das Niveau mancher Sendungen sehr flach ist.

17.    Regionale oder internationale Küche?

Regionale Küche. Deshalb geht es in meinem neuesten Buch auch um einfaches Kochen mit regionalen Produkten: Ich koch‘ einfach: Lieblingsrezepte mit regionalen Produkten.

18.    Wer war der für sie besonderste Gast für den Sie gekocht haben?

In meiner zweijährigen Tätigkeit als Privatkoch von Gunter Sachs habe ich für eine ganze Menge international bekannter Persönlichkeiten gekocht. Zum Beispiel Roger Moore oder Claudia Schiffer.

19.    Wer gut essen will, zahlt häufig eine Menge Geld dafür. Aber muss Sterneküche wirklich teuer sein? Warum?

Nein! Die exklusive Gastronomie wird immer wirtschaftlicher, dabei gibt es jetzt schon genügend Sterne-Restaurants, die schlecht gebucht sind. Der Geschmack ist entscheidend! Ich brauche keine exklusiven Zutaten wie Pottasche, das ist ekelhaft.

20.    Wie stehen Sie zu Fastfood á la Currywurst, Pommes, Döner und Co?

Ein Muss! Die Dosis ist das was zählt.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team