Köche à la Carte – Heute: Arturo Spicocchi Hotel La Perla, Corvara

Köche à la Carte – Heute: Arturo Spicocchi

Lernen Sie mit worlds of food die Spitzenköche besser kennen. Heute: Arturo Spicocchi. Sternekoch Spicocchi ist Chef des Gourmet Restaurants „La Stüa de Michil“ im 5 Sterne-Hotel La Perla in Corvara. Ein außergewöhnliches Restaurant in einer außergewöhnlichen Region, im UNESCO Weltnaturerbe Dolomiten gelegen. Wagen wir also den Blick über den Tellerrand hinaus bis in die beliebte Urlaubsregion Südtirol.

1)  Warum sind Sie Koch geworden?
Ich bin Koch aus Leidenschaft. Ich liebe den Genuss und die Emotionen, die durch das Essen vermittelt werden können. Alles hat bei mir spielerisch angefangen. Von Kindesbeinen an liebte ich den Herd. Meine Eltern und mein Onkel gehören zu den Menschen, die mir den Kochtopf und den Kochlöffel in die Hände gelegt haben und dafür bin ich Ihnen bis heute sehr dankbar – ich liebe meinem Beruf.

2)  Die schlimmste Aufgabe in Ihrer Lehrzeit?
Lehrzeiten sind keine Herrenzeiten und es ist nun mal so, dass jeder Anfang schwer ist. Koch ist ein kreativer Beruf, für den Lehrlinge ein dickes Fell benötigen. Meine Lehrzeit war eine anstrengende Zeit, da ich den Beruf und viele Produkte am Anfang gar nicht kannte. Man verdiente wenig und hatte wenig Freizeit. Darunter habe ich in meiner Jugendzeit sicherlich am meisten gelitten. Außerdem kann ich keinen Hasen und kein Wildfleisch auslesen (lacht).

spirocchi3)  Ihr größtes Talent ist…
Ich bin ein Viel-Denker, der stetig versucht, sich zu verbessern, um neue, kreative Wege zu gehen. Vielleicht ist mein Talent auch die Organisation aber ich denke doch die Leidenschaft für die Küche zählt mehr. Meine Leidenschaft und die unseres Teams soll auf jedem Teller erfahrbar sein, denn unser Ziel ist es, den Gästen Emotionen und Erlebnisse zu vermitteln.

4)  Was ist Ihre persönlich größte kulinarische Versuchung?
Ich liebe Süßigkeiten im Allgemeinen. Wenn ich aber was Spezifisches nennen soll, dann die Crème brûlée.

5)  Was war Ihre bisher schwerste Aufgabe am Herd?
Die schwierigste Aufgabe ist für mich die Mitarbeiterführung. Mitarbeiter stellen eine wichtige Ressource dar und die Harmonie zwischen den Mitarbeitern stellt die Basis für ein gutes Restaurant dar, der Gast merkt schließlich, wenn etwas nicht stimmt.

6)  Welches ist Ihr Lieblingsgericht?
Mein Lieblingsgericht sind Spaghetti mit Tomatensauce. Ich liebe „Pasta“ im Allgemeinen, da ich ein gutes Nudelgericht sehr selten esse.

7)  Welches ist kulinarisch gesehen Ihr Lieblingsland?
Spontan würde ich Italien sagen. Italien hat eine gesunde Küche und sehr gute Produkte und wenn wir von Küche sprechen dann muss man einfach sagen, dass wir die Nummer eins sind. Außerhalb Italiens denke ich gerne an Spanien. Die Spanier sind den Italienern in Bezug auf Tradition und Lebensweise sehr ähnlich und in der Gastronomie allgemein können wir zwischen den beiden Ländern viele Ähnlichkeiten finden.

8)  Haben Sie kochende Vorbilder?
Mein Vorbild, ein guter Lehrer und Vater der italienischen Küche, ist sicher Gualtiero Marchesi. Er ist für mich der Chef par excellence. Weitere wichtige Vorbilder, die auch für meine persönliche kulinarische Entwicklung eine wichtige Rolle spielten, sind die spanischen Kochmeister wie: Paco Roncero, Quique Dacosta oder Juan Moca. Ein weiterer wichtiger Lebenslehrer ist für mich auch Michil Costa, der Hotellier des Hauses. Er hat mir aufgezeigt, dass überflüssige Speisen nicht notwendig sind und gerade die Einfachheit der Gerichte einen Wert hat. Am Anfang war es schwer diese Theorie anzunehmen, denn ich hatte zunächst das Gefühl mir seien die Hände gebunden. In der Zwischenzeit erkenne ich aber sehr wohl den wahren Wert unserer „Stüa de Michil“.

9)  Wein oder Bier?
Keines der beiden. Ich liebe Wasser.

10)  Bleibt Ihnen Zeit für Hobbys?
Ja, natürlich. Ich liebe Rad fahren, schwimmen und wandern. Zudem liebe ich die Bergwelt der Dolomiten, unsere einmalige Landschaft, die mir während der Stresstage viel Entspannung und Ruhe geben kann.

11)  Welche Bedeutung messen Sie Sternen bei?
Gemeinsam mit meinen Mitarbeitern ist es uns gelungen den Michelin Stern seit 2002 für „La Stüa de Michil“ zu erhalten. Für mich ist dies jedes Jahr aufs Neue ein persönlicher wie beruflicher Ansporn, der Anerkennung für die Familie Costa und unser Haus bringt und worüber ich mich auch persönlich sehr freue.

12)  Sind Sie persönlich eher ein Anhänger der regionalen oder der internationalen Küche?
Ich liebe lokale Produkte, denn ich bin der Meinung, dass Produkte, die wir vor der Haustür haben, zu einer besseren und gesunden Lebensweise beitragen können. Natürlich ist es aber aufgrund der klimatischen Lage nicht immer möglich, Produkte des Tales zu verwenden und da müssen bzw. können wir dann auf regionale bzw. internationale Produkte zurückgreifen.

13)  Wer war der wichtigste Gast für den Sie je gekocht haben?
Ich hatte die Ehre und Möglichkeit für viele berühmte Gäste zu kochen. In besonderer Erinnerung ist mir aber George Clooney geblieben.

Bilder: La Stüa de Michil

Der Stilvolle Gastraum im La Stüa de Michil
gaststube















Das Thema Wein wird hier groß geschrieben, schließlich...
tisch
...geht es sogar per Rutschstange vom Gastraum direkt hinunter in einen der bedeutendsten Weinkeller Italiens, den berühmten "Mahatma Wine".
rutschstange
Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team