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Dinner for Two – worlds of food trifft… Jumbo Schreiner

Er ist der Airbus A380 unter den Moderatoren und rund um die Uhr in Sachen XXL im Einsatz. Für „Dinner for Two“ hat sich Thomas „Jumbo“ Schreiner eine kleine Auszeit genommen und mit uns über gute Freunde, gefährliche Kaffeemaschinen und getrocknetes Pferdefleisch in der Wüste geplaudert.

1.)    Wie wichtig ist Ihnen gutes Essen?


Gutes Essen ist wie gute Freunde: Davon kann man nie genug haben. Das „Warum“ liegt ja auf der Hand: Man sagt „Gestern war ich gut essen“ – aber niemand sagt: „Oh toll, morgen gehen wir schlecht essen!“ Ich denke, das ist eins der wichtigsten Dinge. Wir haben nur ein Leben – es sei denn, man ist Buddhist und glaubt an die Wiedergeburt – und dass sollte man auch mit möglichst gutem Essen verbringen. Und guten Freunden! Ich finde es ganz furchtbar, wenn man gutes Essen hat, aber niemanden, mit dem man sich unterhalten oder rumblödeln kann. Zu gutem Essen gehören immer auch gute Freunde.

2.)    Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?

Parmesan.

3.)    Was kochen Sie selbst gerne und zu welchem Anlass?

Dadurch, dass ich so viel unterwegs bin und dabei immer so viel zu tun habe, bin ich ganz froh, wenn das zu Hause meine Lebensgefährtin übernimmt. Aber ich bin ein großer Verehrer der italienischen Küche: Pasta in jeder Variation, gestern Abend habe ich ein Risotto gemacht… Also: Italia ist mein Steckenpferd.

4.)    Ihr größter Unfall in der Küche?

Beim größten Unfall in meiner Küche war ich gar nicht zu Hause: Meine Wohnung ist einmal abgebrannt, weil das Netzteil der Kaffeemaschine Feuer gefangen hat. Das war im wahrsten Sinne der größte Unfall, der mir in der Küche passiert ist. Was das Kochen angeht: Ich habe schon einmal einen Truthahn in einen anderen Aggregatzustand versetzt, um es mal so auszudrücken. (lacht) Die Veränderung eines Truthahns von weichem in ganz festes, hartes, schwarzes Material war kulinarisch gesehen mein größter Unfall.

5.)    Ihr ausgefallenster Platz zum Essen?

Ich setze mich irrsinnig gerne in den Garten, aber das ist ja kein ausgefallener Platz. Ich habe einmal getrocknetes Pferdefleisch auf der Ladefläche eine Pick-Ups gegessen. Das war in der Wüste Gobi in der Mongolei, auf über 3.000 Meter Höhe im Altai-Gebirge. Das war ein ziemlich ausgefallener Ort. Pferdefleisch ist in der Mongolei eine der Haupternährungsquellen, weil die Pferde extrem widerstandsfähig sind. Mongolische Pferde sind weltberühmt. Aber jedes Pferdeleben geht einmal zu Ende, und sie kommen dann nicht auf den Friedhof sondern werden weiterverwertet. Schmeckt wie getrockneter Schinken.

6.)    Was gehört für Sie unbedingt zu einem perfekten Dinner?

Das perfekte Gegenüber: Wenn meine Frau dabei ist.

7.)    Das peinlichste Erlebnis bei einem Essen?

Etwas Peinliches fällt mir gerade gar nicht ein.

8.)    Mit welcher bedeutenden Persönlichkeit würden Sie gerne mal Essen gehen?

Das sind ja lustige Fragen… Da gibt es mehrere. Ich würde gerne einmal mit Mohammed Ali essen gehen. Steve Jobs hätte mich definitiv interessiert, weil er ein Visionär war. Ich „wäre gerne“ mit jemandem Essen gegangen, das geht auch, oder? König Ludwig II. oder Heinrich VII. von England. Solche historischen Figuren finde ich sehr interessant. Über die heutigen Personen weiß man ja so viel. Wenn Boris Becker heute einen Furz lässt, kann man es morgen in Malle am Strand in der „Bunte“ lesen. Aber mit Leuten, die heute nicht mehr leben, das hätte ich gerne gemacht. Natürlich auch deswegen, weil mich interessiert, was diese Menschen damals gegessen haben. Die Zusammenstellung, wie feudal oder weniger feudal das war. Das wäre etwas, woran ich richtig Spaß hätte.

9.)    Lieber Gutbürgerlich oder Haute Cuisine?

Gutbürgerlich.

10.)    Ihre Lieblingsküche?

Italienisch. Ich bin aber auch ein großer Sushi-Fan.

11.)    Was machen Sie lieber: Kochen oder Essen?

Beim Kochen Essen.

12.)    Ihr Lieblingsrestaurant?

Da gibt es zwei, beide in München. Das erste ist das Restaurant Kyano, ein griechisches Restaurant. Hat aber nichts mit den typischen Poseidon-Platten zu tun, stattdessen wird mediterrane Küche vom Feinsten zelebriert: Vom frischen Fisch über mediterrane Speisen kommt alles auf den Tisch. Südländische Lebensfreude par Excellence. Außerdem gehe ich irrsinnig gerne Asiatisch essen, in das Restaurant Mangostin. Da gibt es immer Neuigkeiten auf der Karte, die man probiert haben muss. Ich fühle mich jedes Mal wie in Buddhas Schoß.
Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team