Wolfgang Weigler gibt Gas Wolfgang Weigler
Die Herausforderung Eventcatering

Wolfgang Weigler gibt Gas

Eventcatering, für 25 Personen? Oder doch für bis zu 2.500. Das klingt nach einer großen Herausforderung. Genau das liebt Wolfgang Weigler jedoch, der im Münchner Süden seine Heimat hat. Dort, in der schönen Eventrotunde in Tutzing, ist auch der Sitz seines Catering-Unternehmens „Who wants it“. Von dort aus geht er mit seinem Team immer wieder auf kulinarische Tour durch Deutschland und ins Ausland.

Über 25 Jahre sind seit seiner Ausbildung zum Koch in Wendelstein vergangen. Sein Weg bis zum selbstständigen Eventgastronom mit einem eigenen Catering-Unternehmen führte Wolfgang Weigler zunächst in zahlreiche namhafte Restaurants. Im März 1997 absolvierte Weigler die Weiterbildung vom Koch zum Küchenmeister. Zusätzlich machte er die Ausbildung zum Ausbilder und er erhielt den Meisterpreis der bayerischen Staatsregierung. Von 1998 bis 2000 war er Küchenchef im Restaurant Sebald (15 Punkte Savoir Vivre; 2,5 F Feinschmecker; Big Gourmand Michelin) und im Anschluss bis 2003 der stellvertretende Küchenchef im Lenbach in München. Hier arbeitete er mit Stefan Marquard zusammen, mit dem er sich noch im selben Jahr selbstständig machte. Bis 2011 revolutionierten die beiden das Catering-Business und setzten mit ihren Firmen Stefan Marquard Eventcatering und der Jolly Roger Cooking Gang neue Maßstäbe in Sachen Kreativität und ausgefallenes Catering. 2012 gründete Weigler nun sein eigenes Eventgastronomie-Unternehmen – WHO WANTS IT.

TellerFrische Ideen, ein motiviertes Team in Küche und Service und jede Menge Kreationen, die Spaß und Genuss bringen – das möchte Wolfgang Weigler mit seiner Eventgastronomie bieten. Dabei konzentriert er sich auf das Wesentliche in der Küche: Geschmack, Frische und Qualität. Gegenüber seinen Mitarbeitern legt er Wert Respekt und Verantwortung. Und auf einen guten Schuss Punk. Der gehörte bei Weigler schon zu Zeiten der Jolly Roger Cooking Gang dazu. Das bedeutet nicht nur, dass während der Vorbereitung und des Kochens laute Rockmusik in der Küche der Eventrotunde in Tutzing läuft. Häufig äußert sich das auch in den ausgefallenen Präsentationen seiner Speisen. Perfekt ausgerüstet, sowohl was Küchengeräte als auch sonstiges Equipment angeht, ist das Unternehmen ohnehin, um auf die Kundenwünsche und die manchmal schwierigen Bedingungen in ausgefallenen Locations reagieren zu können.

Catering – reizvolle Aufgabe

Kunden wie AEG, AUDI AG, Siemens, MCM und Volkswagen sind nur einige Firmen, die Weigler bisher gebucht haben. Was dabei die ausgefallenste Location für ein Catering war und was Wolfgang Weigler so am Eventcatering reizt, verrät er uns im Interview:

worlds of food: Wolfgang, was ist das faszinierende beim Catering?
Wolfgang Weigler: Wer Catering macht, ist ständig mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Selbst bei Stammkunden kommen immer wieder neue Gegebenheiten auf einen zu, auf die man sich einstellen muss. Das ist ein viel weiteres Feld als in einem Restaurant. Das beginnt bei den Umkleideräumen für die Crew und geht bis hin zum Stromanschluss, um den man sich kümmern muss, damit man überhaupt kochen kann. Und wir müssen das alles in einem gewissen Budget planen, das wir vom Kunden bekommen. Auch das gilt es natürlich zu berücksichtigen. All das macht das Catering heute für mich wesentlich interessanter als der normale Restaurantbetrieb.

worlds of food: Wie laufen den solche Einsätze in etwa ab?
Weigler-InterviewWolfgang WeiglerWolfgang Weigler: Ich vergleiche das gerne mit dem Fußball. Dort gibt es die Bundesliga, die in unserem Fall die regelmäßigen Aufträge sind, die unser Überleben sichern und routiniert ablaufen. Dann gibt es die Pokalspiele: Das können Aufträge für nur 25 Personen sein, wo man aber dennoch mit fünf Mann und einem vollen 7,5-Tonnen-Lastwagen anreist, weil die etwas ganz Besonderes wollen. Das macht besonders Spaß, denn da kann man sich austoben. Und dann kommen noch die Champions League-Spiele, wozu es dann ins Ausland geht oder das Catering für mehrere tausend Personen gemacht werden muss. Das ist natürlich – alleine logistisch – die größte Herausforderung.

worlds of food: Und was war euer verrücktester Auftrag?
Wolfgang Weigler: Der fand statt in einem Erdloch in Basel statt, für den Uhrenhersteller Breitling. Da mussten wir in einem Tunnel, der noch mitten im Bau war, für die komplette Infrastruktur und dafür, dass es dort gemütlich wurde, sorgen. Und wenn man an die komplizierten Schweizer Einfuhrbestimmungen denkt, weiß man, welche Probleme bei solch einem Auftrag noch so dazukommen können.

worlds of food: Seid ihr auf einen speziellen Kundenkreis fokussiert?
Wolfgang Weigler: Eigentlich nicht. Mir geht es prinzipiell nicht darum, auf Teufel komm raus viel Geld zu verdienen. Ich mache das aus Leidenschaft. Und wenn ein Kunde ein größeres Budget hat, heißt das für mich in erster Linie, dass ich dem Kunden dann auch mehr bieten möchte – und auch kann. Dann investiere ich aber auch, sowohl in gute Produkte, als auch in die Ausstattung, um das zu leisten. Ich glaube, dass sich genau diese Qualität und dieser Einsatz lohnen.

In der Tutzinger Eventrotunde bietet Wolfgang Weigler auch Kochkurse an. Weitere Informationen dazu finden Sie unter: whowantsit.de
Eventrotunde
Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team