Otto Gourmet – Fleisch für alle worldsoffood.de
Die Otto-Brüder - Erfolgreiche Unternehmer

Otto Gourmet – Fleisch für alle

Drei Brüder machten sich 2004 auf, Fleischspezialitäten an den Mann zu bringen. Mit ihrem Unternehmen Otto Gourmet beliefern Stephan, Michael und Wolfgang Otto inzwischen die namhaftesten Restaurants Deutschlands und auch Privatkunden, die auf Qualität und guten Geschmack Wert legen. Wolfgang Otto erzählt über die Entwicklung und die Grundsätze des Unternehmens.

1 Otto Gourmetworlds of food: Herr Otto, ich nehme an, Sie müssen alle Produkte probieren, die Sie vertreiben? Ein harter Beruf…
Wolfgang Otto: Ich muss nicht nur, ich möchte es probieren. Das ist meine Leidenschaft, dementsprechend freue ich mich, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte.

worlds of food: War diese Leidenschaft, gut zu essen, dann auch der Stein des Anstoßes für Ihre Geschäftsidee?
Wolfgang Otto: Ursprünglich gab es nur den Gedanken, gemeinsam mit meinen Brüdern etwas aufzubauen. Dass es in die kulinarische Richtung ging, war eher zufällig, da haben wir uns nicht explizit darum bemüht. Aber ich bin froh, dass es so gekommen ist.

worlds of food: Ist es nicht schwer, Lieferant für Spitzen-Restaurants zu werden? Die Köche möchten doch gerne auf dem Markt die Produkte sehen, die sie in ihrem Restaurant zubereiten.
Fleisch reiftWolfgang Otto: Natürlich, gerade als Newcomer, so wie wir das vor gar nicht allzu langer Zeit waren, trifft das zu. Spitzenköche müssen ihren Lieferanten vertrauen können, was die Qualität angeht. Die haben keine Zeit, jedes Produkt zu testen. Und dieses Vertrauen zu bekommen, dauert Jahre. Wir haben es inzwischen gewonnen, weil wir die richtige Auswahl an Produkten treffen.

worlds of food: Mit dieser Auswahl haben Sie es innerhalb kurzer Zeit sehr weit gebracht. Wer gehört denn inzwischen alles zu Ihrem Kundenkreis?
Wolfgang Otto: Wir beliefern die gehobene Gastronomie und auch Privatkunden. Dazu gehört das „Who is Who“ der deutschen Köche, unter anderem auch Harald Wohlfahrt. Wir beliefern neun von elf Drei-Sterne-Restaurants in Deutschland und kommen in der Summe auf über 170 Sterne. Dazu beliefern wir die besten Steakhäuser Deutschlands. Qualitativ hochwertige Produkte werden heute enorm nachgefragt, und wir haben von Anfang an auf Qualität gesetzt. Damit waren wir zu Beginn sogar ein wenig Außenseiter, da es noch vor einigen Jahren hieß, alles müsste preiswert sein. Mit unserer Leidenschaft, die wir an den Tag legen, konnten wir so weit kommen. Wir sind sehr viel unterwegs, informieren uns eingehend über die Produkte, wie die Tiere gehalten und gefüttert werden. Und wir informieren unsere Kunden auch, warum wir unser Rind aus den USA beziehen und nicht aus dem Schwarzwald. Das hat sogar ökologische Gründe, da geht es um die Ökobilanz bei der Rinderzucht und natürlich um die artgerechte Tierhaltung.

worlds of food: Mit welchen Fleischlieferanten arbeiten Sie zusammen?
Wolfgang Otto: Wir arbeiten prinzipiell nur mit Fleischlieferanten zusammen, die wir persönlich kennen. Wir sind ja keine „Trader“, die nur da kaufen, wo es günstig ist. Wir müssen den Züchtern vertrauen können, um unsere Qualitätsstandards zu halten.

worlds of food: Welche Qualitätsstandards sind das?
Wolfgang Otto: Wir haben einen ganz einfachen Grundsatz, unser vier „G“s: Mit gutem Gewissen genießen. Garantiert! Wir suchen Produkte, bei denen wir den Genuss garantieren können. Genuss bei Fleisch bedeutet für uns, dass das Fleisch einen Charakter, einen guten Eigengeschmack haben muss.
Fleisch

worlds of food: Und was bedeutet gutes Gewissen?
Wolfgang Otto: Für uns heißt das in erster Linie, dass die Tiere artgerecht gehalten werden. Wir wissen sehr genau, wo die Tiere herkommen, sonst könnten wir unseren Kunden auch nicht darüber berichten. Die Tiere, die bei uns in den Verkauf kommen, haben entweder nie einen Stall von innen gesehen oder sind in einer offenen Stallhaltung aufgewachsen, wo es wesentlich mehr Platz gibt, als der Gesetzgeber vorschreibt. Wir als Firma wollen nachhaltig agieren, sind da auch Vorreiter in Sachen CO2-neutraler Transport. Und auch bei den Züchtern legen wir auf klimafreundliche Zucht Wert. So hat Dan Morgan beispielsweise so viel Weideland, das den CO2-Ausstoß seiner Rinder gleich mehrfach abdeckt – wenn man bedenkt wie viel CO²-Weidegras bindet.

worlds of food: Werden Sie denn die Auswahl an Produkten in nächster Zeit noch erweitern?
Wolfgang Otto: Wachstum ist nötig, um auch Stabilität zu gewährleisten, auch als Sicherheit für das Unternehmen. Als wir begonnen haben, haben wir nur mit dem Top-Züchter Dan Morgan zusammengearbeitet. Tolle Produkte, Wagyu und American Beef, aber wenn da mal was passiert wäre, hätten wir zu machen können. Wenn der einzige Lieferant wegfällt, das wäre nicht zu kompensieren und in diese Abhängigkeit darf man sich nicht begeben. Und es werden ja auch immer mehr Top-Züchter, die auf artgerechte Tierhaltung achten und ihre Produkte gerne verkaufen möchten.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team