Der Weißwurst-Papst – Toni Holnburger worldsoffood.de; Toni Holnburger mit Alfons Schuhbeck
Weißwurstparty im Stanglwirt

Der Weißwurst-Papst – Toni Holnburger

Die berühmten Champagner-Weißwürste von Toni Holnburger gibt es einmal im Jahr zum Hahnenkammrennen bei der Weißwurstparty beim Stanglwirt in Going am Wilden Kaiser. Dort überzeugt er auch Gäste wie Arnold Schwarzenegger mit seinem Produkt. Wir sprachen mit dem Weißwurst-Papst über die Rezeptur und das Geheimnis seiner Würste.

weisswurstkesselDer riesige Weißwurstkessel im Stanglwirtworlds of food: Herr Holnburger, was ist das Geheimnis Ihrer Weißwurst?
Toni Holnburger: Im Gegensatz zu den meisten Herstellern verwenden wir ausschließlich Kalbfleisch für die Weißwürste. Viele andere nehmen da Schweinefleisch oder sogar Pute. Kalbfleisch ist aber qualitativ hochwertiger. Eine besondere Geheimrezeptur oder Gewürzmischung haben wir gar nicht. Unser Geheimnis ist also nur die Qualität der Zutaten.


worlds of food: Eine besondere Zutat ist in den Würsten für den Stanglwirt aber doch drin…
Toni Holnburger: Für die Weißwurstparty beim Stanglwirt fügen wir gewissermaßen als Gag Champagner hinzu. Man benötigt ja ohnehin Wasser zur Wurstherstellung, ohne Wasser wäre die Wurst ungenießbar. Normalerweise wird das in Form von gestoßenem Eis zur Fleischmasse hinzugefügt. Das kühlt die Fleischmasse dann auch gleich. Wir nehmen anstelle eines Teiles dieses Eises dann eben Champagner.

worlds of food: Gibt es diese Champagner-Weißwürste sonst zu kaufen?
Toni Holnburger: Normalerweise nicht, aber auf Vorbestellung lässt sich das machen.

worlds of food: Wie viele Weißwürste werden denn auf der Weißwurstparty verputzt?
arnieArnold Schwarzenegger eröffnete die 23. WeißwurstpartyToni Holnburger: Wir benötigen hier jedes Jahr um die 8.000 Weißwürste für die etwa 2.000 Gäste. Und um Mitternacht gibt es dann noch mal 2.000 Currywürste von uns mit einer Soße von Alfons Schuhbeck.

worlds of food: Die Party hier geht um 20 Uhr los, aber eigentlich sagt der Volksmund doch, dass man nach zwölf Uhr mittags gar keine Weißwürste mehr essen darf…
Toni Holnburger: Dieser Brauch stammt von früher, als die Weißwürste noch roh in die Geschäfte kamen, heute sind sie schon gebrüht. Es sind ja auch Zwiebeln darin und da es keine Kühlschränke gab, begannen die Zwiebeln zu gären. Wenn die Würste morgens hergestellt wurden, waren sie nachmittags verdorben. Heute ist das kein Problem mehr, wir können die nötige Kühlkette ja problemlos einhalten.

worlds of food: Vielen Dank, Herr Holnburger.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team