Vinotherapie - Macht Wein schön? thinkstockphotos.de

Vinotherapie - Macht Wein schön?

Über die rein geschmacklichen Vorzüge von Wein muss man an dieser Stelle sicher kein Wort mehr verlieren. Doch es gibt noch eine weitere Facette: Wein macht schön.

Bereits Hippokrates, dieser eidfreudige Grieche aus der Antike, war sich der heilenden Wirkung des Rebensaftes bewusst. So setzte er bei der Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden oder Fieber gerne auf die Kraft der Traube. Im Mittelalter fand der Wein dann erstmals auch für das äußerliche Wohlbefinden Anwendung: Kaltgepresstes Traubenkernöl sollte für einen schöneren Teint sorgen. Heutige Wellness-Tempel sind davon gar nicht einmal so weit entfernt, Stichwort: Vinotherapie.

Schönheit aus der Traube?

Die Vinotherapie kam, wie sollte es anders sein, natürlich aus unserem westlichen Nachbarland Frankreich nach Deutschland. Unter dieser Therapie darf man sich jedoch keineswegs ein Bad in Chardonnay, Pinot Grigio oder Ähnlichem vorstellen. Stattdessen bedient man sich der Extrakte aus dem Traubenkern, konkret verwendet man also Traubenkernöl, Traubensaft oder gemahlene Traubenkerne. Diese sollen Schönheit verleihen und das Wohlbefinden fördern.

Anwendungsformen der Vinotherapie

Die Bestandteile der Traube werden einerseits äußerlich (Bäder, Massagen, Peelings) angewandt, um der Haut Feuchtigkeit und Geschmeidigkeit zu verleihen. Ihr Einsatzgebiet ist sowohl reifere Haut (Regeneration) als auch junge Haut (präventiv gegen Hautalterung).

Darüber hinaus gibt es auch eine innere Anwendung: Backwerk aus Traubenkernmehl, Tee aus getrockneten Weinbeeren, Salat mit Traubenkernöl-Dressing oder das klassische Glas Rotwein sollen auch von innen Schönheit verleihen.

Das Erfolgsgeheimnis liegt in den oligomeren Procyanidinen (OPC), welche in hoher Konzentration in Traubenkernen vertreten sind. Hierbei handelt es sich um Flavonoide, also natürliche Pflanzenstoffe, die eine antioxidative Wirkung haben und somit die Zellen schützen. Wenn schön sein immer so einfach (und lecker) wäre.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team