Mehr als salonfähig – Champagne Salon 2002 vorgestellt Derk Hoberg -- Thomas Schreiner (li.) und Vianney Gravereaux
Champagne Salon

Mehr als salonfähig – Champagne Salon 2002 vorgestellt

„Der Wein spricht zu einem“, sagt Vianney Gravereaux, Exportdirektor von Champagne Salon und Delamotte, über seinen Champagner. Beim Salon 2002, dem ersten Salon-Jahrgang des 21. Jahrhunderts, hört man gerne zu!

„Der Champagne Salon ist ein sehr exklusives Produkt“, sagt Thomas Schreiner, Deutschland-Chef von Champagne Laurent Perrier, der bei der Degustation des 2002ers im Münchener Restaurant Käfer ebenfalls zugegen war. „Nur etwa zwei bis drei Prozent derer, die häufiger Champagner genießen, kennen den Champagner Salon überhaupt. Ein Tropfen für echte Genießer“, den Thomas Schreiner auch gerne mit einem anderen Luxusgut vergleicht: „Diejenigen, die den Salon kennen, sind stolz darauf. Sie genießen ihn im Stillen für sich. Das ist wie mit den Uhren: Wenn ich unbedingt auffallen möchte, dann trage ich eine möglichst aufsehenerregende Cartier oder eine Rolex und ziehe den Hemdsärmel nach oben. Dafür ist der Salon jedoch nicht gemacht.“

Der erste Salon des 21. Jahrhunderts

Salon-ChampagnerNur 37 Jahrgänge „Champagne Salon“ wurden im 20. Jahrhundert überhaupt produziert. Dabei handelt es sich um ausgewählte, überdurchschnittlich gute Jahrgänge, deren Beeren durch intensive Arbeit im Keller veredelt und abgefüllt wurden. Der 2002er ist nun der erste Champagne Salon des 21. Jahrhunderts. Seit 1911 werden ausschließlich Chardonnay-Trauben aus der renommierten Grand-Cru-Lage Le Mesnil-sur-Oger im Herzen der Cote des Blancs, nahe Epernay, für den Salon verwendet. Damals begründete Eugène-Aimé Salon, ein gut betuchter Fellhändler, die Salon-Tradition. Bis zum Jahr 1921 vinifizierte er nur für den Eigenbedarf – mit dem Ziel, den besten Champagner für sich und seine Gäste herzustellen.

Trotz der Kommerzialisierung und der späteren Übernahme des Hauses Champagne Salon/Delamotte durch Laurent Perrier (1988) hat der Salon seine absolute Exklusivität bis heute behalten. Durchschnittlich zehn Jahre reift der Wein im Keller – weit mehr, als gesetzlich für einen Jahrgangschampagner vorgeschrieben. Nur etwa 60.000 Flaschen werden von dem jeweils ausgewählten Jahrgang produziert. Wie wenig das ist wird deutlich, wenn man die Gesamtmenge des produzierten Champagners heranzieht. 320 Millionen Flaschen Champagner werden jährlich weltweit verkauft.

Was spricht der Salon?

Champagne salonMan sollte dem Salon folglich Gehör schenken. Vianney Gravereaux zu Folge spricht der Wein ja, wenn man ihm zuhört. Und was hört man, wenn man dem Champagner lauscht? Der Champagne Salon 2002 flüstert nur, ist zart und cremig im Abgang und setzt dennoch starke Akzente. In den 60.000 Flaschen des Jahrgangs 2002 befindet sich ein zart goldschimmernder Salon mit aufregendem und facettenreichem Bukett. Noten von honigsüßen Orangenblüten, kandierten Zitrusfrüchten und ofenfrischen Brioche sind zu erkennen. Am Gaumen spiegeln sich diese Aromen ebenfalls, jedoch mit einem feinen, salzigen Unterton und mineralischen Nuancen aus dem einzigartigen Kreide-Terroir akzentuiert.

Einen guten Tipp für all jene, die gerne Jahrgangschampagner oder edle Weine trinken, hat Vianney Gravereaux zu guter Letzt auch noch auf Lager: „Stellen Sie sich doch einfach mal vor, was Sie in dem betreffendem Jahr gemacht haben, in welcher Phase Ihres Lebens Sie sich zu diesem Zeitpunkt befunden haben. Das hebt die Wertschätzung für das Produkt, die Arbeit, die darin steckt und für die Reifezeit, die solch ein Champagner hinter sich hat.“ Zum Wohl also, auf den 2002er.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team