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Was ist eigentlich Sazerac?

Charles Schumann erzählte uns neulich im Interview, dass gerade Sazerac-Drinks gerne getrunken werden. Aber was ist ein Sazerac? Hier gibt’s das Rezept.

1803 taucht der Drink, der inzwischen per Gesetz zum offiziellen Cocktail der Stadt New Orleans ernannt wurde, erstmals auf. In einer Zeitung aus Hudson, New York, wird erstmals von so genannten Cocktails berichtet.

Eine Legende behauptet, dass das Wort Cocktail aus der laxen Aussprache des französischen Wortes „coquetiers“ entstanden ist. Coquetiers sind französische Eierbecher, in denen Drinks serviert wurden. Eine andere Theorie besagt, dass der Name einem Hahnenschrei nachempfunden ist. Wie dem auch sei, Fakt ist: Der Sazerac ist einer der ersten Cocktails, den es gab, bestand die Ur-Form doch immer aus den gleichen Basiszutaten: Spirituose, Zucker, Wasser und einem Bitter. Dabei war anfangs der Bitter die entscheidende Komponente, um einen Cocktail von einem anderen Drink zu unterscheiden.

Der Sazerac selbst hat seinen Namen vom französischen Sazerac de Forge et Fils Cognac, der von der französischen Bevölkerung nach New Orleans importiert und zur Zubereitung des Drinks genommen wurde. Als Erfinder des Sazerac gilt der in New Orleans ansässige Apotheker Antoine Paychaud, der seine Bitters als Medizin verkaufte. Peychauds Bitters ist auch heute noch der Standard-Bitter für den Sazerac. Als Basis-Spirituosen wurde früher Cognac verwendet, inzwischen kommt häufig auch Roggen-Whiskey zum Einsatz.

Für eine weitere aromatische Note sorgt Absinth, mit dem das Glas – in der Regel ein Tumbler – vor Anrichten des Cocktails benetzt wird. Und damit wären wir beim entscheidenden Punkt angelangt – dem Rezept:

Rezept Sazerac

6 cl Roggenwhiskey (Rye) oder Cognac
1 cl Zuckersirup (Läuterzucker), wahlweise braunen Zucker oder 1 Stk. Würfelzucker
3-4 Dashes (Spritzer) Peychaud’s Bitter
Einige Tropfen Absinth
Etwas Zitronenschale (Bio)

Das Gästeglas wird mit Eis und etwas Wasser gefüllt und stehen gelassen. In einem zweiten Glas werden Whiskey, Zuckersirup und Bitter auf Eis verrührt. Nimmt man keinen Zuckersirup, sondern Zucker oder einen Zuckerwürfel, ist es besser, zunächst Bitter und Zucker mit einem Schuss Wasser zu verrühren, damit sich der Zucker gut löst. Erst dann Eis und Spirituose hinzufügen und nochmals verrühren.

Das inzwischen kalte Gästeglas wird geleert, mit einem sehr kleinen Schuss Absinth ausgeschwenkt – einige Tropfen reichen in der Regel. Der überschüssige Absinth wird weggeschüttet. Anschließend den Sazerac aus dem Rührglas ohne Eis in den Tumbler seihen. Die Öle der Zitronenschale ins Glas ausdrücken, den Rand mit der Schale einreiben. Die Schale anschließend in den Drink geben.

Servieren.

Als Variation kommt häufig auch eine Mischung von Roggen-Whiskey und Cognac zum Einsatz. Mischungsverhältnis 2:1, also 4cl Whiskey und 2 cl Cognac. Je nach Geschmack kann man auch den Zuckeranteil variieren.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team