Schroth-Kur: Fluch oder Segen für die Gesundheit? thinkstock

Schroth-Kur: Fluch oder Segen für die Gesundheit?

Die alte Schroth-Kur verlangte dem menschlichen Körper einiges ab und konnte daher kaum als gesund bezeichnet werden. Doch bei der modernen Schroth-Kur wurden die Mängel ausgemerzt, weswegen sie gesund und sogar eine Wohltat für den Stoffwechsel ist.

Die ursprüngliche Schroth-Kur barg große gesundheitliche Risiken. Denn besonders das Flüssigkeitsdefizit an den sogenannten Trockentagen der Schroth-Kur war alles andere als ungefährlich.

Durch den Wechsel zwischen Tagen mit einer niedrigen Flüssigkeitszufuhr und Tagen mit einer hohen Flüssigkeitsaufnahme sollten bei der Schroth-Kur natürliche Reize gesetzt werden. Diese aktivieren stärker den Stoffwechsel und rufen die Selbstheilungskräfte auf den Plan.

Daher gab es bei der ursprünglichen Schroth-Kur nur begrenzt Getränke und auch die Kalorienaufnahme war stark eingeschränkt. Das konnte eine Mangelversorgung zur Folge haben. Aber nicht nur die Nahrungsmenge war bei der ursprünglichen Schroth-Kur kritisch. Die Zusammensetzung der Nahrung mit wenig Eiweiß und viel Alkohol barg ebenfalls Gefahren.

Damals stellten Reis,- Grieß- und Haferbrei die Hauptmahlzeiten dar. Diese wurden durch gekochtes Gemüse und Obst ergänzt, was eigentlich gesund ist und auch heute noch Verwendung findet. Doch die systematische Verabreichung von Wacholderschnaps machte die alte Schroth-Kur ungesund.

Moderne Schroth-Kur: Mindestmenge an Flüssigkeit nun erlaubt

Die modifizierte Schroth-Kur wird sogar in Kliniken und Kurhäusern angeboten und richtet sich nach aktuellen Erkenntnissen der Ernährungswissenschaft. Dazu wurde die traditionelle Methode im Verlauf der Jahre entsprechend angepasst.

Zum einen wurde die Zahl der täglichen Gesamtkalorien auf 1500 angehoben, damit eine Unterversorgung ausgeschlossen werden kann. Gemüse und Obst gibt es auch bei der modernen Schroth-Kur natürlich weiterhin.

Weiterhin kein Bestandteil der Schroth-Kur sind eiweißhaltige Lebensmittel. Der Wacholderschnaps wird hingegen immer noch verabreicht, aber zumindest nicht mehr maßlos. So ist die moderne Schroth-Kur alles in allem eine salzarme Schonkost ohne tierische Eiweiße.

Die Rolle der Flüssigkeitsaufnahme wurde in den moderneren Ansätzen ebenfalls neu definiert. Das führt dazu, dass bei der heutigen Schroth-Kur kein Flüssigkeitsdefizit auftritt, wie noch bei der Schroth-Kur im 19. Jahrhundert. Denn das Trinken von Säften und Tees ist nun weitestgehend erlaubt.

Zwar gibt es immer noch die Trockentage der ursprünglichen Kur-Diät, aber mit einer Mindestmenge an Flüssigkeit. Als dauerhafte Ernährung ist die Schroth-Kur aufgrund ihres Mangels an Eiweiß dennoch weiterhin nicht zu empfehlen. Völlig ungesund ist sie jetzt dank Obst, Gemüse, Ballaststoffen und genügend Flüssigkeit jedoch nicht mehr.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team