Die 3D-Diät – Lagerfelds teures Erfolgsrezept picture alliance

Die 3D-Diät – Lagerfelds teures Erfolgsrezept

Karl Lagerfeld nahm mit Hilfe der 3D-Diät angeblich innerhalb eines Jahres 42 Kilogramm ab. Dabei wurde er von dem französischen Arzt Jean-Claude Houdret betreut, der diese Diät auch entwickelte. Ärztliche Überwachung ist bei diesem teuren Konzept aber auch bitter nötig.

Die Bilder von Karl Lagerfeld vor seiner Diät sind in Vergessenheit geraten, kugelrund kam er daher. Ihm selbst behagten diese Bilder wohl am allerwenigsten, schließlich erfand er sich quasi neu und nahm innerhalb von gut 12 Monaten 42 Kilo ab. Seitdem ist er als Strich in der Landschaft unterwegs und orientiert sich scheinbar an den Models, die seine Haute Couture über die Laufstege der Modemetropolen tragen.

Um seine jetzige Figur zu erreichen, engagierte er eigens den französischen Arzt Jean Claude Houdret. So ist es auch wenig verwunderlich, wie sich der Name der 3D-Diät erklären lässt: Design, Doktor und Diät.

Houdrets radikales Ernährungs-Programm ist vor allem eiweißhaltig und besteht hauptsächlich aus Fisch, Meeresfrüchten, magerem Fleisch, Gemüse, Vollkornprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln. Es in drei Stufen eingeteilt, die unterschiedlich viel Selbstdisziplin erfordern.

 

Dreistufige Diät

Die erste Stufe basiert auf einer drastischen Kalorien-Reduzierung. Dabei dürfen nur Proteine und bestimmte Gemüsesorten verzehrt werden. Dazu gehören beispielsweise Fenchel, Sauerampfer, Spargel, Brokkoli, Tomaten, grüner Salat oder Paprika. Diese Stufe ist auf maximal drei Wochen begrenzt und eine ärztliche Betreuung ist – entsprechend dem D für Doktor in 3D – zwingend erforderlich, da es sonst zu Mangelerscheinungen kommen kann. (Energiezufuhr pro Tag in Stufe 1: 900-1.000 kcal)
In Stufe Zwei wird das Programm etwas gelockert. Frühstück und eine Hauptmahlzeit erfolgen mit den gleichen Nahrungsmitteln wie in der vorangegangenen Stufe. Dazu gibt es aber eine weitere Hauptmahlzeit, nach speziellen Rezepten der 3D-Diät. Hier wird ärztliche Überwachung immer noch empfohlen. (Energiezufuhr pro Tag: 1.000-1.200 kcal)

In der dritten Stufe kehrt man wieder zu den drei normalen Hauptmahlzeiten zurück. Allerdings soll man in dieser Stufe auf von Doktor Houdret entwickelte Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen. (Energiezufuhr pro Tag: 1.200-1.600 kcal)
Hier liegt auch die Krux dieser Diät. Mag sie auch sehr erfolgreich sein, sie kostet vor allem viel Geld und greift auf künstliche Proteine, Appetithemmer oder den Fettgehalt im Körper senkende Mittel zurück. So ist es einerseits kein Wunder, dass die Stiftung Warentest in einem Test-Special (90 Diäten im Vergleich) der Diät zwar eine gute Wirkung bescheinigt, allerdings ebenfalls darauf hinweist, dass auch der Geldbeutel und die Gesundheit abnehmen werden.

Natürlich empfiehlt das Konzept auch ein gewisses Maß an Bewegung, was generell nie vernachlässigt werden sollte. Dennoch können Nahrungsergänzungsmittel auch immer eine gesundheitliche Belastung darstellen. Die Langzeitwirkungen solcher Produkte sind bisher wenig erforscht, so dass gesundheitliche Folgen möglicherweise nicht zu kalkulieren sind.

Dazu kommt, dass nicht nur die Nahrungsergänzungsmittel recht kostspielig sind. Selbst die Rezepte der Diät erfordern den Gang zum Delikatessenladen. Ententranchen oder Kaviar gehören unter anderem zu den Zutaten. Die durchschnittlichen Kosten belaufen sich bei dieser Diät auf etwa 500 Euro monatlich. Ein stattlicher Preis, um Kilos zu verlieren.

Fazit

Will man ein Fazit ziehen, lässt sich sagen, dass die 3D-Diät eher für wohlhabende Exzentriker geeignet ist. Insofern hat sie mit dem Modezar Karl Lagerfeld scheinbar den richtigen Adressaten gefunden hat. Der Erfolg den er damit hatte ist nicht abzusprechen. Dennoch gibt es sicherlich weniger radikale Methoden, die die Gesundheit weniger belasten und auch ohne ärztliche Aufsicht zu bewältigen sind. Allein darin liegt doch ein nicht zu unterschätzendes Problem: Überhaupt einen Arzt zu finden, der dazu bereit ist, die Betreuung während eines solchen „Projektes“ zu übernehmen.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team